Wo sind Schorndorfs Hotspots?

Veröffentlicht am 30.08.2023 in Fraktion

Stuttgart hat das Zwei-Grad-Ziel bereits verfehlt, dort ist alleine in den letzten 50 Jahren ein Temperaturanstieg von 2,27 Grad festzustellen. Im wärmer gewordenen Baden-Württemberg fühlen sich inzwischen Gottesanbeterinnen und Tigermücke wohl. Vielen Bürgerinnen und Bürgern geht es ähnlich, denn viele sind in guter gesundheitlicher Verfassung, leben in gut isolierten Wohnungen und Häusern mit Garten.
In der Bevölkerung gibt es aber auch vulnerable Gruppen, die besonders bei dem Auftreten von Hitzeextremen gefährdet sind. Hierzu zählen ältere Menschen, Säuglinge, (Klein-) Kinder und kranke Menschen.
Viel Flüssigkeit zu sich nehmen, schattige Bereiche und kühle Innenräume aufsuchen hilft kurzfristig. Wenn es allerdings wie in diesem Jahr wochenlang nicht regnet und anhaltend sehr warm ist, sind viele Bereiche unserer Stadt schon am Vormittag so aufgeheizt, dass ein längerer Aufenthalt kaum möglich ist.
Durch städtebauliche Planungsmaßnahmen, die einen Temperaturanstieg berücksichtigen, können wir Wärmeinseln vorbeugen und reduzieren. Wie aber gehen wir mit den Bestandsflächen um, die an heißen Tagen zu echten Hotspots werden?
Da sind zum Beispiel die gläsernen Bushaltestellen, vorbildlich überdacht, damit die Nutzerinnen und Nutzer nicht nass werden. Im Sommer hält man es dort in der prallen Sonne als Mensch nicht aus. Vielleicht könnten wir diese als Gewächshaus umwidmen? Die Tomaten würden sich sicherlich freuen.

Ähnlich menschenfeindlich ist der obere Marktplatz, wenn sich die versiegelte Fläche aufgeheizt hat und die Wärme nicht nur von oben, sondern zusätzlich von den Pflastersteinen abstrahlt. Dann hilft nur künstliche Verschattung kombiniert mit kühlen Getränken, wie jetzt erfolgreich der Schorndorfer Stadtstrand gezeigt hat.
Die TU Dresden empfiehlt für die drei Bereiche Freiraum, Gebäude und Gesundheitsschutz stark vereinfacht Folgendes: So viele Bäume und Pflanzen wie möglich, so viel Schatten und Lüftung wie möglich sowie gesundheitliche Aufklärung.
Wir machen uns in Schorndorf auf diesen Weg, wollen versiegelte Flächen wieder stärker begrünen, Wasser in der Stadt speichern, um in Zeiten von Trockenheit das urbane Grün besser zu versorgen, aber auch um den Kühleffekt zu nutzen. Hierzu haben wir als SPD und andere Fraktionen bereits vielfältige Anträge und Vorschläge eingebracht: Bäume pflanzen, Innenstadtumbau, Schwammstadt. Damit wir in Zukunft weniger Hotspots haben.
Kennen Sie überhitzte Plätze in Schorndorf mit den Teilorten, an denen Sonnen- / Hitzeschutz die Aufenthaltsqualität steigern kann? Schicken Sie mir gerne eine Info oder ein Foto an tim.schopf@schorndorf.de

Fraktionsbeitrag Schorndorf Aktuell 31.08.2023

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