Hans-Ulrich SchmidBeitrag Stadtrat Hans-Ulrich Schmid in Schorndorf Aktuell vom 27.9.12 - Fast 100 Bürgerinnen und Bürger, kommunalpolitisch Aktive und Vertreter von Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen sind am vergangenen Freitag in die Beratungen gestartet. Ziel: Dem Gemeinderat Standorte für mögliche Windkraftanlagen empfehlen
Was jetzt schon aus den Beratungen berichtet werden kann ist, kaum ein Beteiligter hat grundsätzliche Einwände gegen die Nutzung der Windkraft vor unserer Haustür. Trotzdem werden die Vor- und Nachteile genau abgewogen. Mit einem konstruktiven Ergebnis ist also zu rechnen.
Als Vertreter der SPD-Fraktion und als Oberberkener Bürger habe ich die Möglichkeit, an dem Verfahren teilzunehmen, dabei setze ich mich insbesondere für folgende Grundsätze ein:
- Der Nachholbedarf in Baden-Württemberg ist enorm, die Energiewende muss auch vor unserer Haustür stattfinden.
- Deshalb sollten auch im Raum Schorndorf/Winterbach Anlagen – sofern wirtschaftlich sinnvoll – gebaut werden können.
- Dabei gilt der Grundsatz. Möglichst viele Anlagen an wenigen Standorten.
- Die Abstände zur Wohnbebauung dürfen nicht zu gering sein.
- Die Standorte sollten gut erreichbar sein (Baulogistik).
- Den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes muss Rechnung getragen werden.
- Die Anlagen sollten von unseren Stadtwerken gebaut werden, interessierte Bürgerinnen und Bürgern müssen Anteile erwerben können.
Vor diesem Hintergrund scheidet für mich der diskutierte Standort Naturdenkmal Kaisereiche/Beckenschlagsträßle aus. Die Anlagen wären einfach zu nah am Ort. Auch Natur- und Landschaftsschutzgründe sprechen gegen diesen Standort.
Ob am Brenten (Anhöhe zwischen Schlichten und Oberberken) ausreichend Platz für mehrere Anlagen ist, bleibt zu prüfen. Sehr gut geeignet erscheint das an der Landstraße zwischen Unterberken und Wangen gelegene ehemalige Bundeswehrdepot.
Was ist Ihre Meinung zum Thema? Bitte rufen Sie mich an (Tel. 258617) oder schreiben Sie mir eine Mail an
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