Mehr Platz fürs Leben. Weniger Platz fürs Kreisen.

Veröffentlicht am 08.04.2026 in Fraktion

Hand aufs Herz: Der größte „Sport“ in Teilen unserer Innenstadt ist Parken Slalom. Kreiseln, wenden, hoffen. Wer im Kreis fährt, ist keine Kundschaft, sondern Parksuchverkehr. Das kostet Zeit, Nerven und Lebensqualität – auch für Autofahrende.
Genau hier lohnt ein Perspektivwechsel. Wir als SPD Fraktion reden nicht nur über Parkplätze. Wir reden darüber, wofür wir unsere Plätze nutzen. Für Aufenthalt? Für Sicherheit? Für Abkühlung im Sommer? Oder ausschließlich als Fläche zum Abstellen?
Am Archivplatz wurde intensiv und sorgfältig gearbeitet. In der Jury waren neben den Fraktionen auch Fachleute aus Landschaftsarchitektur und Stadtplanung vertreten. In der Bewertung zahlreicher Entwürfe kam sie zu einer klaren fachlichen Einschätzung: Die Kombination aus Parkplätzen und hochwertigem Aufenthaltsort lässt sich an diesem Ort nicht sinnvoll umsetzen. Der Gemeinderat kann sich eine „Quadratur des Kreises“ wünschen – die beteiligten Expertinnen und Experten haben davon jedoch ausdrücklich abgeraten und für eine klare Trennung der Zwecke geworben.

Wichtig bleibt: Die Erreichbarkeit ist weiterhin gegeben. Parken ist im direkten Umfeld möglich – insbesondere in der Archivstraße sowie vor und gegenüber der Volksbank. Die Entscheidung war eine bewusste Abwägung: mehr Sicherheit für alle, weniger Rangieren und Rückwärtsfahren – und ein Platz, auf dem man sich gerne aufhält, statt unter Stress zu stehen.
Der Blick nach vorn richtet sich nun auch auf das Karlsquartier inklusive der geplanten zweistöckigen Tiefgarage. Hier bietet sich eine einmalige Chance, einen ganzen innerstädtischen Bereich gemeinsam mit dem Unteren Marktplatz neu zu denken. Als SPD Fraktion plädieren wir bei diesem Projekt ausdrücklich dafür, die Stadtgesellschaft und Interessenverbände frühzeitig und verbindlich mitzunehmen.
Dabei geht es auch um den ÖPNV und weitere Verkehrsfragen: Mit zwei Einbahnstraßenlösungen rund um den Bahnhof – etwa direkt vor dem Bahnhof und in der Grabenstraße – könnten Flächen neu verteilt werden. Das schafft Raum für sichere, geschützte Radwege, bessere Querungen und trotzdem kurze Wege zum Parken – weniger Chaos, mehr Orientierung, mehr Platz für Menschen.
Unsere Plätze müssen außerdem Hitze aushalten und Starkregen aufnehmen können. Schwammstadt heißt: Wasser versickern lassen statt überfluten. Beschattung heißt: Bäume, die kühlen, statt Asphalt, der glüht. Davon profitieren alle – beim Einkaufen, Warten, Spielen oder Verweilen.
Schorndorf hat mit dem Projekt „Reallabor“ 2016 - 2019 gezeigt, dass mutige Veränderungen möglich sind. Jetzt geht es darum, unsere Plätze klug zu nutzen: sicherer, klimaresilienter und lebenswerter. Besser als heute – für uns und für die nächsten Generationen.
Schreiben Sie mir gerne unter Marcel.Kuehnert@Schorndorf.de Ihre Meinung.

Fraktionsbeitrag Marcel Kühnert Schorndorf Aktuell 09.04.2026

Archivparkplatz vor dem Umbau des ehemaligen Rathauses zur Stadtbibliothek
Visualisierung Siegerentwurf zum Wettbewerb Neugestaltung Bibliotheksumfeld

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