Neustart Jugendarbeit JETZT

Veröffentlicht am 23.04.2025 in Fraktion

Jugendliche brauchen mehr als schöne Worte. Sie brauchen Räume. Verlässlichkeit. Ansprechpartner. Perspektiven. In den letzten zehn Jahren wurde die Schulsozialarbeit in Schorndorf gestärkt – ein wichtiger Fortschritt. Doch außerhalb der Schule? Stillstand. Oder Rückschritt. Die städtische Jugendarbeit steckt in der Krise. Das hat Gründe – strukturelle, personelle, politische. Und es hat Folgen: für junge Menschen, unsere Stadt, unsere Zukunft.

Seit 15 Jahren begleite ich die Jugendarbeit und Jugendbeteiligung in Schorndorf. Nach der Jugendkonzeption „Jung sein in Schorndorf“ 2016, mit dem damaligen Jugendreferenten Peter Komhard und einer aktiven Jugendinitiative (JIS), waren wir auf einem guten Weg. Schon damals hieß es aber: „Das Gebäude der Altlache hat noch fünf Jahre Lebenszeit.“ Acht Jahre später? Der Sanierungsstau ist größer denn je. Passiert ist: nichts. Nach Komhards Weggang begann eine Phase permanenter Turbulenz. Die Fluktuation ist hoch, es fehlt an Stabilität und Koordination. In manchen Einrichtungen läuft engagierte Arbeit – oft improvisiert. Die Jugendbeteiligung? Fast zum Erliegen gekommen. Was wurde aus den Ideen des Jugendforums vom 17. Mai 2023? Nichts. Wer hält die Fäden zusammen? Warum gehen so viele gute Leute? Wer übernimmt Verantwortung? Für mich ist klar: Auch die Verwaltungsspitze trägt Verantwortung.

Die Wahrheit ist: Das kommunale Jugendreferat, als Herzstück der städtischen Jugendpolitik, steht seit Jahren auf wackeligen Beinen. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der wir mehr denn je stabile Angebote für Jugendliche brauchen – gerade für diejenigen, die nicht im Sportverein, nicht in der Musikschule, nicht im Elternhaus Halt finden. Die aufsuchende Jugendarbeit ist oft der einzige Anker. Und gerade diese ist in einem personellen und strukturellen Ausnahmezustand. Jugendarbeit ist kein „Nice to have“. Sie ist ein Schutzschild – für junge Menschen, für unsere Gesellschaft. Wer heute investiert, spart morgen soziale Folgekosten: weniger Kriminalität, mehr Bildungschancen, bessere Integration. Frühzeitige Unterstützung lohnt sich – menschlich wie finanziell.

Was es jetzt braucht? Einen echten Neustart. Ein starkes Team. Eine Leitung, die mit Rückhalt aus Gemeinderat und Verwaltung agieren kann – mutiger, freier, wirksamer als bisher. Mit Konzepten – gemeinsam mit Jugendlichen. Vertrauen. Planungssicherheit. Kontinuität. Politischen Willen. Neue Verantwortlichkeiten? Denn: Wer Personal hält, spart bares Geld. Ständige Neueinstellungen und Einarbeitungen sind nicht nur belastend – sie sind teurer.

Das „Jahr der Jugend“ darf kein PR-Gag sein. Es muss der Aufbruch werden. Alle Jugendlichen von Schorndorf brauchen eine Lobby. Nicht irgendwann. Jetzt. Schreiben Sie mir gerne unter Marcel.Kuehnert@Schorndorf.de ihre Meinung.

Fraktionsbeitrag Marcel Kühnert Schorndorf Aktuell 24.04.2025

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