SPD setzt auf gute Betreuung„Nagelprobe nicht bestanden“ kritisiert die Schorndorfer SPD die von der CDU und Liberalen gestern beschlossene Schließung von Kindergartengruppen. SPD-Vorsitzender Hans-Ulrich Schmid lobte hingegen das Abstimmungsverhalten der SPD-Gemeinderäte, die einstimmig gegen die Schließungen waren.
„Die SPD hat vor den Gemeinderatswahlen das familienfreundliche Schorndorf in den Mittelpunkt gestellt und hält sich auch daran.“
Die jetzt getroffene Entscheidung gegen die Kindergärten, die rote Laterne bei Ganztagsplätzen, die vielen Unterrichtsausfälle, der Mangel an Ausbildungsplätzen und die von der CDU eingeführten Studiengebühren zeigen, so die SPD, vor allem eines: „Ins von der CDU versprochenen ‚Kinderland’ dürfen nur Kinder aus besseren Verhältnissen. Die anderen schauen zu.“
Die SPD hofft jetzt bei der Landtagswahl auf eine Reaktion der Bevölkerung. Hans-Ulrich Schmid: „Im Schorndorfer Rathaus hat sich gestern gezeigt, die CDU will mit ihrem Kinderland die Wählerinnen und Wähler für dumm verkaufen. Am Sonntag können die Denkzettel ausgestellt werden.“
Nach dem von der Regierung Schröder beschlossenen und geltenden Tagesbetreuungsausbaugesetz müssen die Kommunen bis 2010 ihr Ganztagsbetreuungsangebot erheblich ausbauen. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dabei das erklärte Ziel. Neben der Schaffung von Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten gibt es dafür auch die der Betreuung durch Tagesmütter. Die Schorndorfer SPD werde in den nächsten Monaten darauf drängen, dass dieses Gesetz auch in Schorndorf umgesetzt werde.