Stellungnahme der SPD Schorndorf zum Stadtmuseum

Veröffentlicht am 28.05.2026 in Aktuelles

Quelle: Kreisbau

Wir stehen zum klaren Gemeinderatsbeschluss für den Umzug des Stadtmuseums im April (20 Ja- und 8 Nein-Stimmen). Alle anderen „Lösungen“ sind nicht darstellbar und nicht zu finanzieren. Wir als SPD haben über drei Jahre Gespräche mit der Verwaltung und Experten geführt, gewissenhaft nach allen möglichen Lösungen gesucht und können deshalb sagen, es ist die mit großem Abstand beste Variante, das Stadtmuseum in den Neubau der Kreisbau an den Karlsplatz zu verlegen. Die Holzbalken im bisherigen Gebäude sind absolut kaputt und zerbröseln unter der Hand. Eine Sanierung ist überfällig und es ist zu hoffen, dass bis zum Umzug das Museum für Gäste überhaupt noch geöffnet bleiben kann – einige Räume mussten schon wegen Gefahr ausgeräumt werden.

In den neuen Räumen wird dagegen ein hervorragendes und aller Voraussicht nach günstigeres Museum entstehen, das sich an den Bedürfnissen der Schorndorfer Stadtgesellschaft orientiert und den Anforderungen eines zeitgemäßen Museums voll und ganz entspricht. Und all das mit einem Konzept, dass alle Menschen anspricht – alte und junge. Die Aufenthaltsqualität wird durch ein Café erhöht, so dass dieses neue Museum ein offener Begegnungstreff mit vielfältigen Veranstaltungsmöglichkeiten werden kann. Und all das barrierefrei. Nicht umsonst hat die Mehrheit des Gemeinderats für den Karlsplatz gestimmt. Nicht umsonst raten Experten dazu. Nicht umsonst stehen die Menschen, die im Museum arbeiten hinter der Entscheidung.
 

Um so verwunderter sind wir über das Bürgerbegehren von Alt-OB Winfried Kübler und Alt-Gemeinderat Manfred Bantel, im Rahmen dessen das Wissen von vielen Experten einfach angezweifelt wird. Dabei ist doch längst bekannt, dass das Anzweifeln von Fakten als Basis für einen politischen Diskurs die Demokratie schwächt.  

Und Fakt ist übrigens auch: Die Pläne von Kübler und Bantel sind schlichtweg nicht finanzierbar – da hilft auch die angekündigte 5000-Euro-Spende des Alt-Obs nicht weiter.

Nicht falsch verstehen: Wir sind prinzipiell überhaupt nicht gegen Bürgerbegehren. Im Gegenteil. Aber in diesem Fall werden falsche Hoffnungen geweckt und Stimmung gemacht. Und es wird versucht, ein modernes Museum, ein Zentrum am Karlsplatz mit Kultur und Bildung zu verhindern.

Wir können doch unmöglich aus purer Sentimentalität für den Erhalt am bisherigen Standort so viel Steuergeld in ein Fass ohne Boden werfen – in Zeiten, in denen an allen Stellen gekürzt wird. Und ein wichtiger Punkt, der ebenfalls zu kurz kommt: Die historischen Gebäude bleiben ja erhalten – es besteht schließlich besonderer Denkmalschutz. Letzteres macht die Debatte erst recht überflüssig.

Die alten Gebäude bleiben, nur der „Inhalt“ kommt in ein modernes Museum ein paar Schritte weiter. Was genau ist daran nicht nachvollziehbar?

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