Leitlinien der Schorndorfer SPD zur Kommunalwahl 2004
I. Zukunftsoffensive „Junges Schorndorf“
Die Schorndorfer SPD will die Stadt für junge Familien und neue Bürgerinnen und Bürger attraktiver machen. Dies ist angesichts der Bevölkerungsentwicklung Thema Nummer Eins der kommenden Jahre. Nur so kann Schorndorf im künftigen Wettbewerb der Städte und Regionen um Kaufkraft und Fachkräfte bestehen.
Mit unserer Zukunftsoffensive „Junges Schorndorf“ treten wir deshalb ein für,
- mehr Mietwohnungen, damit Wohnen im Ballungsraum auch für junge Familien wieder erschwinglich wird,
- die Ausweisung von Bauflächen in Erbpacht, damit auch mit mehreren Kindern gebaut werden kann,
- die Erprobung neuer Modelle des generationenübergreifenden Wohnens,
- eine flexible und bezahlbare Betreuung von kleinen Kindern, damit das Zusammenspiel von Berufstätigkeit und Kindererziehung besser klappt,
- gut ausgestattete Schulen mit vielfältigen Betreuungsangeboten,
- die Unterstützung der Jugendarbeit unserer Vereine,
- eine Bestandsaufnahme bei den Freizeitangeboten für Jugendliche,
- das Familienzentrum im Arnold-Areal, das zu der Anlaufstelle für Familien entwickelt werden soll,
- ein kinderfreundliches Hallenbad,
- eine Ausbildungsplatzgarantie, die Stadtverwaltung und Wirtschaft gegenüber allen Schorndorfer Jugendlichen einlösen,
- die schrittweise Entwicklung der Remsaue zum „grünen Band durch Schorndorf“,
- unsere Kulturszene, die über Schorndorf hinaus bekannt ist und
- eine Sympathiekampagne, mit der überregional für das „Junge Schorndorf“ geworben wird.
Der Schorndorfer SPD ist klar, dass die Zukunftsoffensive nur erfolgreich sein kann, wenn Politik, Wirtschaft, Vereine und Bürgerinnen und Bürger beim Thema an einem Strang ziehen. Deshalb schlagen wir vor, dass die Stadt noch in diesem Jahr mit einem Symposium „Junges Schorndorf“ den Startschuss für eine Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte auf diesem wichtigen Zukunftsfeld gibt.
II. Arbeit, Wirtschaft, Verkehr – Schorndorf in der Region verankert
Schorndorf kann aus eigener Kraft einiges tun, um den Rahmen für Wirtschaft und Arbeitsplätze günstig zu gestalten. Die wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren sind:
- die stetige Weiterentwicklung des Arnold-Areals,
- die Schwerpunktsetzung bei der Entwicklung der Weststadt,
- eine gezielte Offensive „Kongressstadt Schorndorf“ zur Ansiedlung von Tagungen und Kongressen im Umfeld der Künkelin-Halle und des neue Hotels im Daimler-Carré,
- der Erhalt schlagkräftiger Stadtwerke in städtischer Hand,
- die Förderung umweltfreundlicher Energien unter Einbeziehung der Lokalen Agenda und der Schorndorfer Handwerker und
- die Erarbeitung und Umsetzung eines Stadtentwicklungsplans „Schorndorf 2030“.
Schorndorf gehört als Teil der Region Stuttgart zu einem der stärksten Wirtschaftsräume in Europa. Der Dauerstau auf Schiene und Straße ist das größte Wirtschaftshemmnis in unserem Ballungsraum. Deshalb ist die Lösung der Verkehrsprobleme und eine aktive Wirtschaftsförderung nur im Verbund von Stadt und Region möglich. Die Schorndorfer SPD unterstützt deshalb:
- einen von der Region Stuttgart organisierten öffentlichen Nahverkehr aus einem Guss,
- die Anbindung Schorndorfs an das entstehende Anschlussinformationssystem, damit Bahnen und Busse künftig besser aufeinander abgestimmt fahren,
- ein völlig Überarbeitung des Schorndorfer Bussystems, damit lästige Stadtrundfahrten der Vergangenheit angehören,
- die Entwicklung eines Standortgutachtens in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaftsförderung,
- eine verstärkte Zusammenarbeit mit der regionalen Tourismusförderung und
- die Ansiedlung eines Kompetenz- und Innovationszentrums.
III. Zusammenhalt in unserer Stadt
In wirtschaftlich und sozial schwierigen Zeiten steht Zusammenarbeit statt Konfrontation ganz oben auf der Tagesordnung. Wie bisher werden die Schorndorfer Sozialdemokraten darauf achten, dass Bürgerschaft, Vereine und Wirtschaft in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden werden.
Viele Menschen engagieren sich privat und im Rahmen der Vereinsarbeit zum Wohl der Allgemeinheit. Sie sorgen für den Zusammenhalt in unserer Heimatstadt. Dieses Engagement muss auf Dauer solide finanziert werden und einen neuen Stellenwert erhalten.
Dazu schlagen die Schorndorfer Sozialdemokraten die Einrichtung einer „Stiftung Schorndorfer Vereine“ vor. Mit einem einmal zu leistenden finanziellen Grundstock der Stadt soll der Anfang gemacht werden. Durch Zustiftungen aus der Bürgerschaft und Wirtschaft kann so Schritt für Schritt eine neue Säule zur Unterstützung des Ehrenamts geschaffen werden, die nicht Manövriermasse jährlicher Haushaltsberatungen ist.