Mehr Pflegeplätze in Schorndorf

Veröffentlicht am 21.07.2021 in Fraktion

Jeder von uns wünscht sich gesund zu altern und möglichst lange fit und selbstständig zu bleiben. Jeder von uns weiß aber auch, dass uns das Leben hier leider manchmal einen Strich durch die Rechnung macht. Aktuell dominiert zwar Corona die öffentliche Debatte, doch still und leise schreitet der demografische Wandel voran. Anders als bei den Corona-Zahlen, können wir ziemlich exakt vorhersagen, wie viele Pflegeplätze wir in Zukunft brauchen und dass diese Zahl deutlich steigen muss. Insbesondere dann, wenn die Menschen der geburtenstarken Jahrgänge (bis Mitte der 1960er) Unterstützung benötigen.
Ich war sehr überrascht als ich die Nachricht erfahren habe, dass das Karlstift als traditionelles Pflegeheim mit 80 Plätzen schließen soll und eine Neueröffnung an einem neuen Standort plant. Wir brauchen zusätzliche Plätze und keine Verschiebung des Status quo oder ggfs. eine Reduzierung.

Ich vertraue den Verantwortlichen der Zieglerschen, dass sie die Entscheidung zur Verlagerung nicht einfach und vorschnell getroffen haben und sie vor großen Herausforderungen stehen. Es ist ein Fakt, dass das Gebäude des Karlsstifts eine Kernsanierung braucht. Dieser ist laut den Planungen finanziell teurer als ein Neubau und organisatorisch im laufenden Betrieb unmöglich. Die Frage ist jetzt, welche Schlüsse man daraus zieht? Ich verstehe, dass für die Zieglerschen aus wirtschaftlichen Gründen ein Neubau Stand heute am einfachsten wäre.
Wir als Gemeinderat müssen uns aber die Frage stellen, welche Lösung für das Gemeinwohl und damit für die Stadtbevölkerung am besten wäre. Hier komme ich zum Schluss, dass alles darauf gesetzt werden sollte, dass exakt an diesem Standort auch in Zukunft ein Pflegeheim ist. Selbst wenn die Zieglerschen tatsächlich umziehen, sollte dieser optimale Standort weitergenutzt werden. Je älter wir alle werden, desto wichtiger werden kurze Wege. Egal, ob man selbst noch mobil ist oder ob man stationär in einer Einrichtung wohnt. Warum? Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, dass sie mit Angehörigen bei einem Besuch im direkten Umkreis schnell zu Cafés oder Geschäften kommen. Das sind die Highlights im Alltag von Pflegebedürftigen. Erinnern wir „Gesunde“ uns doch alle an die Corona-Lockdowns zurück, wie besonders das Einkaufen oder der erste Besuch im Café wieder war. So ähnlich, nur noch viel intensiver, erleben Menschen in Pflegeheimen solche Momente. Ich bin mir sicher, dass man an dieser Stelle wirtschaftlich in ausreichender Größe ein Pflegeheim betreiben kann. Entscheidend dürfte eine lange Abschreibungsdauer sein und dass die Bauphase nicht während des Betriebs stattfindet.
Der SPD-Fraktion ist es wichtig, dass die Zahl der stationären Pflegeplätze wächst und gleichzeitig viele betreute Seniorenwohnungen in allen Stadtteilen und der Kernstadt zur Verfügung stehen. Wenn Sie weitere Anregungen haben, freue ich mich über Ihre E-Mail an Marcel.Kuehnert@Schorndorf.de oder Ihren Anruf unter 07181 2022897.

Fraktionsbeitrag Marcel Kühnert

 

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