Nach den Konservativen die „eher Linken“

Veröffentlicht am 23.08.2007 in Presseecho
Jusos

Robin Völker löst Alice Spätgens und Leonie Lots an der Juso-Spitze ab. Ziel: Jugendgemeinderat voranbringen

Robin Völker ist der neue Vorsitzende der Schorndorfer Jungsozialisten (Jusos). Wie seine beiden Vorgängerinnen Alice Spätgens und Leonie Lots, die demnächst mit dem Studium beginnen, wird aber auch er nur ein Jahr amtieren. Bei einer politischen Schüler-Organisation, wie es die Jusos sind, ist ein solcher Rhythmus ganz normal.

Und eigentlich auch kein Problem. Ganz im Gegenteil. „Der Wechsel
belebt“, meint Alice Spätgens, die ein Jahr lang zusammen mit Leonie Lots eine Doppelspitze gebildet hat.

Programmatisch schätzt sie den Wechsel an der Spitze der Jusos so ein:

„Wir waren ein bisschen konservativer, die Neuen sind ein bisschen linker.“

Was nichts daran ändert, dass sich die Schorndorfer „Jungsozialisten in der SPD“, wie die Nachwuchsorganisation offiziell heißt, auch weiterhin vor allem um lokale Themen kümmern wollen. Beispiele dafür aus der jüngsten Vergangenheit sind die Initiative zur Abschaffung der Leihgebühren für Schüler in der Stadtbücherei, die Unterstützung von Matthias Klopfer im OB-Wahlkampf oder die Demo und die Ausstellung gegen Rechtsextremismus, in deren Vorfeld immerhin rund 100 Personen animiert werden konnten, sich fotografieren zu lassen und Gesicht zu zeigen - gegen rechts. „Wir haben versucht, Aufsehen zu erregen, und das ist uns, glaube ich, ganz gut gelungen“, sagt Leonie Lots. Und auch Robin Völker ist der Meinung, dass so viele Gesichter gegen rechts ein beachtlicher Erfolg sind in dieser sonst doch eher „schüchternen“ Stadt.

„Wir sind nicht die SPD und schon gar keine Parteisoldaten“

Wenn sich eine wie Leonie Lots „Gründungsmitglied“ der Jusos nennen darf, dann deshalb, weil es die Jusos hierzulande erst seit drei Jahren gibt. Für Leonie Lots war’s seinerzeit die Streetball-Diskussion, die sie dazu gebracht hat, sich (kommunal-)politisch zu engagieren und das Feld nicht nur anderen zu überlassen. Alice Spätgens war „genervt“, wenn sie mit ihren Freunden nicht über Politik reden konnte und hat bei den Jusos Seelenverwandte und neue Freunde gefunden. Dass bei ihr und Robin Völker durch das Elternhaus ein SPD-Gen angelegt ist, will sie nicht bestreiten.

Aber: „Wir sind nicht die SPD und schon gar keine Parteisoldaten“, betonen die beiden. Von Leonie Lots, die „keine SPD-Eltern“ hat, wird Robin Völker, dessen Vater SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat ist und der sich zu sozialdemokratischen „Grundprinzipien“ und Werten bekennt, scherzhaft ermuntert: „Emanzipiere dich!“

15 Mitglieder haben die Jusos in Schorndorf derzeit, „so viel wie noch nie“, wie Alice Spätgens betont.

Wobei das, im Gegensatz zu anderen politischen Jugendorganisationen, keine eingeschriebenen und beitragzahlenden Mitglieder sind, dafür aber, so noch einmal Alice Spätgens, lauter aktive.

Das, so ein Seitenhieb von Robin Völker, unterscheide die Jusos deutlich von einer anderen politischen Jugendorganisation, die zwar vielleicht 150 Mitglieder habe, aber mehr durch Partys als durch politische Aktivitäten von sich reden mache. Freilich: „Es gibt viele, die gar nicht wissen, dass es die Jusos gibt“, ist sich Leonie Lots im Klaren und bedauert vor allem, dass es fast ausschließlich Gymnasiasten sind, die sich bei den Jusos engagieren. Was durchaus die Gefahr einer „elitären Gymnasiastenperspektive, die wir versuchen, nicht zu haben“, berge.

Ein Dilemma, dass sich auch wieder zeigen könnte, wenn es in Schorndorf wirklich einmal so weit kommt, dass ein Jugendgemeinderat gewählt wird. Robin Völker jedenfalls, der bei der Juso-Führung von Anna Maria Zouhar unterstützt wird, hat sich vorgenommen, das seit Jahren immer wieder diskutierte Thema in dem einen Jahr, bis er die Schule abschließt und „ganz weit weg von hier“ seinen Zivildienst beginnt, entscheidend voranzubringen. Vom Oberbürgermeister weiß der neue Juso-Vorsitzende, dass Initiative und Konzept für einen Jugendgemeinderat von den Jugendlichen selber kommen müssen. Robin Völker hofft jetzt auf Unterstützung durch die anderen Jugendorganisationen, damit spätestens 2009 in Schorndorf der erste Jugendgemeinderat gewählt werden kann.

Quelle: Schorndorfer Nachrichten. Redakteur Hans Pöschko.

Kontakt zu den Schorndorfer Jusos:

Robin Völker
Goethestraße 19
73614 Schorndorf
Tel.: 07181/5685
Email: robin_schorndorf(at)yahoo.de

 

IBAN: DE61 6025 0010 0005 0046 47

BIC: SOLADES1WBN

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