In Menschen investieren

Veröffentlicht am 12.01.2023 in Fraktion

Die Stadtverwaltung Schorndorf ist einer der größten Arbeitgeber in der Stadt. Jedes Jahr erhöht sich die Zahl der Stellen und wenn man sich die neuen Stellen im Detail anschaut, stecken meist (neue) Pflichtaufgaben dahinter. Dennoch waren zur Mitte des Jahres 2022 rund 50 Stellen unbesetzt und an einigen Stellen merken wir Bürgerinnen und Bürger sofort, wenn Personal fehlt. Sei es bei den Wartezeiten auf den Personalausweis oder Reisepass, bei verkürzten Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten, oder bei der Terminvergabe in der Ausländerbehörde.
Ist es sinnvoll, jedes Jahr mehr Steuergelder in Mitarbeitende zu investieren? Ist es zum Wohle der Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger, wenn mit mehr Personal die Digitalisierung schneller vorangetrieben wird, oder eine weitere Integrationsmanagerin bei der Integration der Geflüchteten unterstützt und viele Auszubildende und FSJ‘ler in den Kindertagesstätten lernen, unsere Kinder zu bilden und zu betreuen? Ja, an vielen Beispielen wird klar, wir brauchen kompetente Menschen vor Ort, die Dienstleistungen für die Bürgerschaft erbringen.

Es liegt aber auch an uns Bürgerinnen und Bürgern, wie und mit welcher Anspruchshaltung wir diese Dienstleistungen konsumieren. Wir zahlen Steuern und erwarten dafür entsprechende Leistungen vom Staat. Die Art und Weise, mit der dieses „Recht“ eingefordert wird, ist leider teilweise wenig wertschätzend.  
Beschimpfungen und Beleidigungen gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst nehmen nicht nur gegen die Polizei oder andere Blaulicht-Organisationen zu.
Dabei sind es in vielen Fällen wir, die Bürgerinnen und Bürger, die immer mehr Dienstleistungen konsumieren wollen und gesellschaftlich immer mehr Arbeit aus der Familie in die öffentliche Hand delegieren.
Der Personalapparat kann nicht ewig wachsen, insbesondere wenn höhere staatliche Ebenen die steigenden Anforderungen an die Kommunen nicht ausreichend finanzieren. Trotzdem ist es richtig, nach dem Beschluss zum Bau einer neuen Unterkunft für Geflüchtete, gleich auch über die personellen Konsequenzen zu sprechen. Insbesondere im Schorndorfer Norden wurde bereits in der Vergangenheit und wird heute überdurchschnittlich viel Integrationsarbeit geleistet. Wir müssen dieses Engagement aber weiter erhöhen und es ist notwendig und zielführend, die Geflüchteten auch zukünftig mit städtischem Personal zu begleiten.
Die dafür notwendigen Fachkräfte sind gefragte Menschen am Arbeitsmarkt, denen wir als Arbeitgeber attraktive Job-Angebote machen müssen. Hierzu gehören im sozialen Sektor zwangsläufig unbefristete Arbeitsplätze.  
Gerne können Sie sich mit ihren Themen und Anliegen an mich wenden: Tim.Schopf@Schorndorf.de.

Fraktionsbeitrag Schorndorf Aktuell 12.01.2023

 

 

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