Der Zukunft einen großen Schritt näher

Veröffentlicht am 25.10.2018 in Fraktion

Richtig voll war’s im Großen Ratsaal des Schorndorfer Rathauses. Kein Wunder eigentlich – es ging schließlich um ein wichtiges Zukunftsthema. Die Gemeinderatsfraktion der Schorndorfer SPD hatte zur Veranstaltung „Glasfaser für alle! Aus Schorndorf. Für Schorndorf.“ geladen.

Hauptredner Dr. Eberhard Veit nahm seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf einen spannenden Ausflug in die Zukunft. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Festo AG und heutige Unternehmensberater für Industrie und Wirtschaft 4.0 (unter anderem berät er die Bundesregierung) erzählte in seinem mitreißenden Vortrag viel aus China – und stellte fest, dass sich Deutschland im Vergleich zum Reich der Mitte in Sachen Digitalisierung „im Schlafwagen“ befände. Zwar redeten hier viele über den Mega-Trend, geschehen würde aber fast nichts.

Später, auf dem Podium mit Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Seufer, pflichtete der Digitalisierungsexperte den Plänen von SPD und Stadtwerken bei: Beim Thema Glasfasernetz sollte man nicht auf Konzerne warten und vertrauen, sondern selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Und zwar möglichst schnell.

Die Telekom stellt für die Region Stuttgart einen Ausbau bis 2030 in Aussicht. Viel zu spät, findet Veit – 2022 müsse das Ziel sein. Das, so räumt SPD-Fraktionschef Thomas Berger ein, könne für die Daimlerstadt eng werden. Aber: „Nun müssen wir rasch den nötigen Grundsatzbeschluss fassen und dann können wir uns realistisch vornehmen, bis 2025 alle Haushalte in Schorndorf versorgen zu können.“  

Berger zeigte sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden: „Ich denke, wir konnten mit der Veranstaltung noch einen guten Impuls setzen und es freut mich, dass der Gemeinderat unsere Idee mittlerweile mehr oder weniger geschlossen zu unterstützen scheint.“

 

Zusammenfassend sehen die Experten drei Möglichkeiten:

  1. Man vertraut der Telekom, die das Thema nicht mit Nachdruck verfolgt und trotzdem Geld von den Kommunen fordert.
  2. Man öffnet den Markt für private Investoren aus dem Ausland und gibt so die Hoheit über eine Technologie komplett aus der Hand, die über kurz oder lang zur elementaren Grundversorgung gehören wird.
  3. Oder man nimmt sich selbst des Themas an und behält Netz und Zukunft in den eigenen Händen.

Die SPD wie auch ihre Gäste Seufer und Veit sind sich einig, dass nur Option drei wirklich eine ist.


Im Anschluss noch Fragen, die uns über Facebook und Instagram erreicht haben und unsere Antworten darauf:

Wie lange wird der Ausbau dauern?
Eine exakte Jahreszahl zu nennen, bevor der entsprechende Grundsatzbeschluss gefasst wurde, ist schwierig. Aber wenn wir diesen schnell fassen, können wir realistisch einen kompletten Ausbau bis 2025 anstreben.

Wäre ein Ausbau des Kabelnetzes nicht sinnvoller?
Nein. Das Kabelnetz ist nicht zukunftsträchtig. Derzeit gibt es keine andere Technologie als Glasfaser, die die Anforderungen der Zukunft erfüllen kann (Stichwort:  Internet der Dinge).

Kann die Telekom das nicht besser?
Wir finden, mit ihrem Vorschlag, das Netz vielleicht bis 2030 zu 90 Prozent auszubauen, zeigt die Telekom, dass sie nicht verstanden hat, wie wichtig und dringlich das Thema ist.

Stimmt es, dass die Stadtwerke einen Ausbau durch die Telekom am Konnenberg nicht zulassen?
Nein. Die Telekom investiert hier schon lange nicht mehr in ihr Kupfernetz. Sie dürfte aber verlegen wo sie will – die Stadtwerke könnten sie nicht daran hindern.

 

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