Wir stehen zum klaren Gemeinderatsbeschluss für den Umzug des Stadtmuseums im April (20 Ja- und 8 Nein-Stimmen). Alle anderen „Lösungen“ sind nicht darstellbar und nicht zu finanzieren. Wir als SPD haben über drei Jahre Gespräche mit der Verwaltung und Experten geführt, gewissenhaft nach allen möglichen Lösungen gesucht und können deshalb sagen, es ist die mit großem Abstand beste Variante, das Stadtmuseum in den Neubau der Kreisbau an den Karlsplatz zu verlegen. Die Holzbalken im bisherigen Gebäude sind absolut kaputt und zerbröseln unter der Hand. Eine Sanierung ist überfällig und es ist zu hoffen, dass bis zum Umzug das Museum für Gäste überhaupt noch geöffnet bleiben kann – einige Räume mussten schon wegen Gefahr ausgeräumt werden.
Knappe kommunale Kassen stellen Städte und Gemeinden derzeit vor große Herausforderungen. Auch in Schorndorf müssen Ausgaben kritisch überprüft und Prioritäten neu gesetzt werden. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten geraten dabei häufig die sogenannten freiwilligen Leistungen einer Kommune in den Fokus. Dazu zählen auch die Unterstützung von Vereinen, Organisationen sowie zahlreiche Angebote, die vom ehrenamtlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger getragen werden.
Vor diesem Hintergrund fand am 4. Mai eine Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung im Rathaus statt, bei der die Sportvereine über notwendige Gebührenanpassungen sowie neue Abrechnungsregelungen informiert wurden. Die Diskussionen und Rückmeldungen haben erneut deutlich gemacht, wie wichtig unsere Vereine und das Ehrenamt für das gesellschaftliche Leben in Schorndorf sind. Gleichzeitig wurde aber auch spürbar, wie sensibel Entscheidungen in diesem Bereich getroffen werden müssen.
Hand aufs Herz: Der größte „Sport“ in Teilen unserer Innenstadt ist Parken Slalom. Kreiseln, wenden, hoffen. Wer im Kreis fährt, ist keine Kundschaft, sondern Parksuchverkehr. Das kostet Zeit, Nerven und Lebensqualität – auch für Autofahrende.
Genau hier lohnt ein Perspektivwechsel. Wir als SPD Fraktion reden nicht nur über Parkplätze. Wir reden darüber, wofür wir unsere Plätze nutzen. Für Aufenthalt? Für Sicherheit? Für Abkühlung im Sommer? Oder ausschließlich als Fläche zum Abstellen?
Am Archivplatz wurde intensiv und sorgfältig gearbeitet. In der Jury waren neben den Fraktionen auch Fachleute aus Landschaftsarchitektur und Stadtplanung vertreten. In der Bewertung zahlreicher Entwürfe kam sie zu einer klaren fachlichen Einschätzung: Die Kombination aus Parkplätzen und hochwertigem Aufenthaltsort lässt sich an diesem Ort nicht sinnvoll umsetzen. Der Gemeinderat kann sich eine „Quadratur des Kreises“ wünschen – die beteiligten Expertinnen und Experten haben davon jedoch ausdrücklich abgeraten und für eine klare Trennung der Zwecke geworben.
Das zurückliegende Jahr war für die Stadt Schorndorf von großen Herausforderungen, aber auch von wichtigen Fortschritten und positiven Perspektiven geprägt. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat blickt auf ein arbeitsintensives Jahr zurück, in dem verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen, zentrale Projekte vorangebracht und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt wurden. Dabei stand stets das Ziel im Mittelpunkt, Schorndorf sozial, sicher, nachhaltig und lebenswert weiterzuentwickeln.
Schorndorf profitiert von umfangreichen Fördermitteln: 23,7 Mio. € aus dem Bundes-Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur und 4,6 Mio. € Landesmittel für den Ausbau der Ganztagesbetreuung an vier Grundschulen. Zusätzlich investiert das Land rund 73 Mio. € in den Neubau des Schorndorfer Krankenhauses.