Vor fast 125 Jahren, im Juli 1891, gründete sich der Schorndorfer SPD-Ortsverein im Traditionslokal "Weißes Lamm". Das Lokal, das selbst auf eine 150-jährige Tradition zurück blicken kann, geht Ende des Monats auf einen neuen Besitzer über. Der Weiterbetreib des Lokals unter anderer Führung gilt als sicher. Etwa 20 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus Schorndorf ließen es sich nicht nehmen, sich ein letztes Mal bei Rolf Käser in ihrem Gründungslokal zu treffen. SPD-Fraktionschef Karl-Otto Völker informierte aus der Broschüre zum 100-jährigen Jubiläum des Ortsvereins über die Gründer Eugen Hieber und Karl Strobel. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Martin Thomä und Dr. Günter Zollmann berichteten über eine Veranstaltung des SPD-Ortsvereins im vergangen April, bei der Theodor von Wächter, Christ und Sozialdemokrat und Freund Ludwig Palmers im Mittelpunkt stand. Wächter hatte ich in den 1920er Jahren in Schorndorf und weit darüber hinaus sehr stark sozial engagiert.
Aber auch ganz aktuelle kommunalpolitische Themen kamen bei den Gesprächen im Weißen Lamm nicht zu kurz.
War eine heiße Kiste gestern. Es geht um die Frage, Erweiterung am bestehenden Standort oder neuer Bücherbahnhof auf dem Gelände des angejahrten Güterbahnhofs am Eingang zur Weststadt. Die SPD-Fraktion (da gehöre ich dazu) hat sich für den Standort in der Weststadt ausgesprochen (genau wie die Bibliotheksleitung und die mit der Standortuntersuchung beauftragten Architekten). Gründe der SPD-Fraktion waren u.a.:
In der zweiten "Inklusions-Veranstaltung" des SPD-Ortsvereins wurde deutlich, dass Inklusion auch bei der Freizeitgestaltung ein Thema ist. „Die Freizeitgestaltung junger Menschen mit einer Behinderung soll auch mal ohne Mama und Papa möglich sein“ sagte Frau Tigli vom Kreisjugendring. Zum Beispiel sollen „Leute gefunden werden, die uns auf mal ein Konzert oder ins Kino begleiten“. Ihr Kollege Simon Maier stellte in einer kleinen Filmsequenz das Projekt „Boule ist cool“ vor. In der anschließenden Diskussion wurden von einer Teilnehmerin vorgeschlagen, künftig auch inklusive Angebote im Ferienprogramm der Stadt anzubieten. Laut Dagmar Keller, stv. SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Moderatorin des Abends sollen weitere Ideen zur „gelebten Inklusion“ von den Sozialdemokraten in das Schorndorfer Inklusionsforum einfließen.
Auch bei 32 Grad im Schatten ließen sich die Genossinnen und Genossen die gute Laune bei ihrem Sommerfest am vergangenen Sonntag nicht verderben. Bei allerlei Gegrilltem, bei Kaffee und Kuchen und erfrischend gekühlten Getränken standen auf dem CVJM-Gelände in Schorndorf natürlich die Abstimmung der Griechen, aber auch ganz persönliche "unpolitische" Gespräche im Mittelpunkt. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Martin Thomä konnte auch Mitglieder aus umliegenden SPD-Ortsvereinen begrüßen. Und der frisch gekürte SPD-Landtagskandidat Thomas Berger ließ es sich nicht nehmen, bei einem kühlen alkoholfreien Weizenbier mit zu feiern. "Das von Heinz und Heidi Rapp exzellent und professionell vorbereitete Fest, wird sicher auch im nächsten Jahr wieder stattfinden" ist Martin Thomä überzeugt.
97 Prozent – überwältigende Mehrheit für Thomas Berger
Der SPD-Kandidat für den Wahlkreis Schorndorf bei der Landtagswahl 2016 heißt nun auch offiziell Thomas Berger. Bei der Nominierungskonferenz am Mittwochabend in der Winterbacher Kelter erhielt der 43-Jährige 97 Prozent der Stimmen. Ein sehr gutes Ergebnis erzielte auch der Ersatzkandidat Matthias Klopfer. Der Schorndorfer Oberbürgermeister vereinte 88 Prozent der Stimmen auf sich.
Rund 150 SPD-Mitglieder erlebten einen kämpferischen Thomas Berger, der eine mitreißende Rede hielt und versprach, sich „in den 256 Tagen bis zur Landtagswahl den Hintern aufzureißen, damit der Landkreis am 13. März 2016 drei SPD-Abgeordnete hat: Gernot Gruber aus Backnang, Katrin Altpeter aus Waiblingen – und mich“. Thematisch hob Berger unter anderem auf Bildung, Demografie, Einbruchskriminalität und Flüchtlinge ab. Über seinen Antrieb sagte Berger, derzeit Leitender Polizeidirektor und Stabschef im baden-württembergischen Innenministerium, „dass dieses Land die SPD einfach braucht. Die 20 Prozent in der jüngsten Umfrage spiegeln nicht das wider, was die SPD in der Regierung leistet.“ Dieser bescheinigte er „vier Jahre brillante Arbeit“.