Wann? Samstag um 11:50 Uhr
Wo? Görtzbrunnen vor der Stadtkirche
Im November 2018 demonstrierten 1500 Schorndorferinnen und Schorndorfer gegen Rassismus und Rechtsextremismus und für ein tolerantes und weltoffenes Schorndorf.
Leider gibt es seitdem nicht weniger, sondern mehr Hass und Hetze, im Internet, auf der Straße, im Bekanntenkreis, im Stadion, am Arbeitsplatz aber auch und insbesondere durch die AfD in den Rathäusern und Parlamenten.
Nach dem Anschlag von Halle Anfang des Jahre und der Verhaftung der zwölfköpfigen Rechsterrorgruppe in der letzten Woche jetzt der fürchterliche Anschlag von Hanau, der sich in die lange Geschichte nationalistisch und rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland einreiht.
Mit einer Mahnwache am Samstag, den 22. Februar 2020, um 11:50 Uhr, am Görtzbrunnen bei der Stadtkirche in der Schorndorfer Innenstadt wollen die Schorndorfer SPD, die AWO Schorndorf und die NaturFreunde Schorndorf der Opfer von Hanau gedenken.
Bitte teilt diesen Aufruf, beteiligt Euch an der Mahnwache und setzt damit ein Zeichen der Anteilnahme mit den Opfern und für ein friedliches Zusammenleben.
Mit einer Pressemittelung hat der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Schorndorfer Gemeinderat heute seinen Rückzug aus dem Gemeinderat der Stadt Schorndorf mitgeteilt.
Berger betont, dass er auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen sein Amt als Fraktionsvorsitzender und sein Mandat als Stadtrat in Schorndorf zur Verfügung stellt.
Zunächst etwas aus dem persönlichen Nähkästchen erzählt: Ich bin, als neue Stadträtin, sehr überrascht über die Aufgaben- und die enorme Themenfülle, die dieses Amt mit sich bringt. Es ist für einen Neuling wirklich nicht so leicht in den vielen Themen so auf Ballhöhe zu kommen, dass man in der Lage ist auch mal ernsthaft mitdiskutieren zu können. Ich denke, meinen Mitstreiterinnen und Mitstreiter die im letzten Jahr zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt wurden geht es ähnlich. Auch die stark strukturierten Abläufe im Jahreslauf des Gemeinderates sind neu für mich. Eine erste Lektion ist die Bedeutung und die viele Arbeit die in Klausurtagungen steckt.
Vor wenigen Tagen wäre Dieter Seelow 80 Jahre alt geworden. Als er 1984 erstmals für die SPD in den Gemeinderat gewählt wurde, herrschte in Schorndorf Aufbruchstimmung. Zum ersten Mal wurde der Barbara-Künkelin-Preis verliehen, die Heimatblätter wurden heraus gegeben und auch der 150. Geburtstag von Gottlieb Daimler wurde gebührend gefeiert. Für Dieter Seelow, den bundesweit bekannten Jazzmusiker „war die Kultur ein Lebenselexier, so wichtig wie die Luft zum Atmen“, kommentierte einmal Eberhard Abele, der zusammen mit Seelow maßgeblich das Schorndorfer Kulturforum mitgegründet hat.