Fraktion
Der Klimaschutz wird in der Bundesrepublik Deutschland von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen. Die Hemmnisse bei der praktischen Umsetzung werden jedoch zunehmend deutlich. So reichen z.B. die Entwicklung energiesparender Technologien und die Digitalisierung allein nicht aus, da diese immer noch unzureichend ausgebaut sind. Die Hemmnisse liegen vor allem im Verhalten aller Akteure. Das Ziel des Klimaschutzes und der Digitalisierung ist damit sowohl eine technische Herausforderung als auch eine an das menschliche Verhalten im Umgang mit Ressourcen und ressourcensparender Technologie.
Es müssen Strategien entwickelt werden, um notwendige Veränderungen im Verhalten und von Lebensstilen herbeizuführen. Es geht dabei sowohl um die Reduzierung von umweltschädigendem Verhalten als auch um die Stärkung umweltfreundlicher Verhaltensalternativen.
Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat beschäftigten sich bei vielen Themen mit der Zukunft. In der vergangenen Sitzungsrunde ging es gleich um zwei Megathemen: Klimaschutz und Digitalisierung. Bei dem notwendigen Strategiewechsel zu mehr klimaschützenden und ressourcenschonenden Maßnahmen waren sich die demokratischen Mitglieder des Gemeinderats einig: Die Verwaltung erarbeitet nun bis 2022 ein umfassendes Konzept mit einem bunten Maßnahmenpaket, um die Effizienz in Zukunft zu erhöhen.
Beitrag von unserem Fraktionsvorsitzenden Tim Schopf in Schorndorf Aktuell vom Juli 2020
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schorndorfer Ergebnishaushalt sind noch nicht endgültig absehbar und wir können froh sein, dass unsere Gewerbesteuereinnahmen auf vielen gesunden Unternehmen basieren und Schorndorf nicht abhängig ist von der wirtschaftlichen Lage eines oder zweier großer Unternehmen.
Die erwarteten Mindereinnahmen aus der aktuellen Situation zwingen uns dennoch, die laufenden Kosten weiter zu reduzieren und die Erträge genau zu beobachten. Denn noch ist nicht klar, wieviel Euro aus den Rettungsschirmen des Bundes und des Landes am Ende wirklich in der Stadtkasse ankommen.
Beitrag von Stadträtin Sabine Reichle in Schorndorf Aktuell vom Juli 2020
Kürzlich hat der Leiter des Polizeireviers Markus Jatzko im Verwaltungs- und Sozialausschuss die aktuelle Kriminalitätsstatistik vorgestellt. Er hat dabei sehr deutlich gemacht: Die Probleme, die hinter den einzelnen Zahlen und Taten liegen, sind nicht allein von der Polizei zu lösen.
Wir können zwar nicht von heute auf morgen die ganze Welt retten, aber trotzdem hat jeder einzelne von uns die Chance sie zu verbessern. Mit unserem Handeln - insbesondere unserem Konsum - bestimmen wir, welche lokalen, regionalen und globalen Lieferketten sich ökonomisch rechnen und welche sozialen und ökologischen Folgen diese haben. Fast jeder dürfte den ethischen Grundsatz teilen, dass unsere Lebensweise nicht auf der Ausbeutung anderer basieren sollte. Ist der Terrassenstein mit ausbeuterischer Kinderarbeit gefertigt worden? Unter welchen Arbeitsbedingungen ist meine Jeans hergestellt worden? Wo kommen meine Lebensmittel her?
Jeder von uns kann sich diese Fragen im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten in Abwägung mit seinem Gewissen stellen. Gleichzeitig sind die Privatwirtschaft und die öffentliche Hand gefordert. Neben verbindlichen Regeln der großen Politik können Kommunen ihren Teil beisteuern.