Am Rand gedeiht der Mist einfach weiter

Sabine Reichle, SPD Stadträtin

Beitrag von Stadträtin Sabine Reichle in Schorndorf Aktuell vom Juli 2020

Kürzlich hat der Leiter des Polizeireviers Markus Jatzko im Verwaltungs- und Sozialausschuss die aktuelle Kriminalitätsstatistik vorgestellt. Er hat dabei sehr deutlich gemacht: Die Probleme, die hinter den einzelnen Zahlen und Taten liegen, sind nicht allein von der Polizei zu lösen.

Nur noch kurz die Welt retten

Wir können zwar nicht von heute auf morgen die ganze Welt retten, aber trotzdem hat jeder einzelne von uns die Chance sie zu verbessern. Mit unserem Handeln - insbesondere unserem Konsum - bestimmen wir, welche lokalen, regionalen und globalen Lieferketten sich ökonomisch rechnen und welche sozialen und ökologischen Folgen diese haben. Fast jeder dürfte den ethischen Grundsatz teilen, dass unsere Lebensweise nicht auf der Ausbeutung anderer basieren sollte. Ist der Terrassenstein mit ausbeuterischer Kinderarbeit gefertigt worden? Unter welchen Arbeitsbedingungen ist meine Jeans hergestellt worden? Wo kommen meine Lebensmittel her?
Jeder von uns kann sich diese Fragen im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten in Abwägung mit seinem Gewissen stellen. Gleichzeitig sind die Privatwirtschaft und die öffentliche Hand gefordert. Neben verbindlichen Regeln der großen Politik können Kommunen ihren Teil beisteuern.

Schorndorf auf dem Weg zum Sicheren Hafen

Schorndorf soll zum  „Sicheren Hafen“ werden! Dafür setzen wir uns als SPD-Fraktion ein und haben einen Antrag dazu im Gemeinderat gestellt.
Die Menschenwürde achten, Solidarität leben ist gerade auch in Zeiten von Corona wichtiger denn je. Wir wollen mit dem Beitritt zu diesem Bündnis, dem sich schon viele deutsche Städte angeschlossen haben, ein Zeichen setzen und Verantwortung übernehmen. Niemand kann alleine die Probleme dieser Welt lösen, aber wir wollen ein Teil der Lösung sein! Für Menschen, die dringend unsere Hilfe brauchen und für unsere gemeinsame Zukunft!
Lasst niemand zurück -  #leavenoonebehind!

Mehr Infos zu Kommunen auf dem Weg zum sicheren Hafen und unserem Antrag für Schorndorf.

In der Krise Herz zeigen

Meine Einsetzung als SPD-Stadtrat und Nachrücker für Fraktionskollege Thomas Berger war ursprünglich für den 19. März geplant. Da konnte sie aber nicht stattfinden, weil ein eigentlich kleiner Virus kurzerhand unser aller Leben auf den Kopf gestellt hat. Nichts ist mehr wie vorher, wir alle sind täglich mit den Auswirkungen des Virus konfrontiert. Am 29. April dann gingen beim Betreten des Sitzungssaals – nein, nicht im Rathaus, sondern in der Barbara-Künkelin-Halle –  alle Stadträte mit Mundschutz an ihre Plätze. Auch die Tagesordnungspunkte waren natürlich durch die Krise bestimmt.

Danke Thomas Berger

Unerwartet und überraschend, auch für uns, verabschiedet sich Thomas Berger aus dem Gemeinderat und somit auch aus unserer Fraktion. Wir  sagen unserem Fraktionsvorsitzenden Thomas, dir lieber Thomas, ein großes Dankschön.

Seine berufliche Laufbahn ist klasse und erfordert aber auch immensen Zeitaufwand. Da ist es nicht einfach sich überdurchschnittlich als Fraktionsvorsitzender noch ehrenamtlich einzusetzen. Wir verstehen mit diesem Hintergrund den Rücktritt, obwohl es nicht leicht ist.

Thomas hat über viele Jahre bis jetzt die Arbeit hervorragend gemacht.
So sind das ja nicht nur die vielen Stunden im Gemeinderat, in den Ausschüssen und dem Aufsichtsrat, die vorbereitet und erarbeitet werden müssen, sondern unzählige Gespräche mit Bürgerinnen und Bürger, wo der Schuh drückt. Danke für diese Bürgernähe.

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