Zukunftsfähig bleiben

In den vergangenen Jahren hat sich das Rechnungssystem der Kommunen grundlegend verändert. Bundesweit war es über Jahrzehnte üblich, die Finanzströme einer Gemeindeverwaltung durch eine einfache Einnahme-Ausgaberechnung darzustellen. Durch dieses kamerale System wurden wichtige betriebswirtschaftliche Fragestellungen überhaupt nicht betrachtet: So fehlten in den alten Haushaltsplänen grundsätzlich Angaben über die geschaffenen oder erworbenen Werte. Außerdem wurde in den meisten Bereichen der zeitlich bedingte Werteverzehr des Stadtvermögens in Form von Abschreibungsaufwand nicht kalkuliert. Durch diese eingeschränkte Betrachtungsweise schien oftmals die kommunale Finanzwelt noch in Ordnung zu sein. Die Haushaltsprobleme existierten aber auch in der „alten“ Zeit schon, allerdings blieb das wahre Ausmaß verdeckt. Diesen Investitionsstau haben wir auch in Schorndorf. Dabei wurde in den letzten Jahren bereits erheblich, insbesondere in unsere Schulen und Kindertagesstätten, investiert.

In unsere Zukunft investieren

Die Kosten der notwendigen Flüchtlingsunterbringung, drohende Verluste der Bäder und Stadtwerke wegen der Energiekrise, erhöhte Aufwendungen für Strom und Heizen in Schulen Kindergärten und so weiter, ja, es kommt auf den ersten Blick ziemlich knüppeldick für den städtischen Haushalt und die städtischen Töchter.
Hier muss jetzt an der richtigen Stelle und mit der richtigen Dosierung gespart werden. In Sachen Sparen werden Verwaltung und Gemeinderat bei den anstehenden Haushaltsberatungen die Weichen vernünftig und mit Maß stellen. Ein Kahlschlag wäre überzogen.
Von Bund und Land sind sowohl für die Kosten der Flüchtlingsunterbringung als auch zu den Belastungen aus der Energiekrise die notwendigen Hilfen zu erwarten. Zumindest in Berlin laufen die Arbeiten an Olaf Scholz 200 Mrd. Doppelwumms auf Hochtouren. Davon werden Stadt, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger profitieren.
Anzeichen der Entspannung auf den Gas- und Strommärkten sind aktuell auch schon erkennbar. Hoffen wir, dass diese Entwicklung weiter geht.
Das wird uns bei wichtigen Zukunftsinvestitionen helfen. Zum Beispiel, wenn es um die Bildungseinrichtung Bibliothek, den Ausbau Erneuerbarer Energien oder den Aufbau lokale Wärmenetze geht. Wir sind eine leistungsfähige Stadt und können selbstbewusst die Zukunftsaufgaben angehen.

Statement zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge in Schorndorf

Viele Menschen sind auf der Flucht und suchen Sicherheit in Deutschland. Immer mehr Menschen kommen auch nach Schorndorf und werden hier von der Verwaltung, den Ortschaften, Sozialunternehmen, Vereinen, privaten Initiativen und Privatpersonen aufgenommen und begleitet (Stadt richtet Notunterkünfte für Geflüchtete ein).

„Wenn du mehr hast, als du brauchst, baue nicht höhere Zäune, sondern längere Tafeln“. Haben wir mehr als wir brauchen? Haben wir die Möglichkeit, auf etwas Luxus zu verzichten und unseren Konsum einzuschränken? Ich meine ja! Und dazu muss ich nur mit der Generation meiner Großeltern über ihre Erfahrungen im und am Ende des zweiten Weltkrieges sprechen.

In Schorndorf tut sich was

Zwei Schulbauprojekte (Grundschule Rainbrunnen und Fuchshofschule), ein Feuerwehrhaus in Oberberken sowie die Fertigstellung von den ersten Häusern im Neubaugebiet Obere Straßenäcker konnten in den Sommerferien fertiggestellt werden. Dafür spricht die SPD-Fraktion dem Team vom Gebäudemanagement und dem Fachbereich Infrastruktur ein großes Lob aus. Aber ein ganz besonderer Dank geht an alle Handwerker und Firmen, die zu dem Gelingen beigetragen haben. Es ist gut zu wissen, dass wenigstens die Räumlichkeiten für die Schulen zum Schulbeginn vorhanden sind.

Gespräch mit SONAFA - eine bessere Zukunft für Menschen in Benin e.V.

Der Verein Sonafa wird durch den letztjährigen Gemeinderatsbeschluss drei Jahre mit je 7.000€ unterstützt. Mit diesem Betrag hilft der Verein in Benin beim Bau von Klassenzimmern, Renovierungen, Schulmobiliar, Strom, Wasser und Schulmaterial.

Nachdem der Betrag von 2021 bereits verbaut und in ein neues Klassenzimmer investiert wurde, haben sich die Verantwortlichen bei uns für die Unterstützung bedankt. Fraktionsvorsitzender Tim Schopf nutze diesen Anlass für einen Austausch mit dem pensionierte Lehrer Lothar Klering und Dr. Mensah Wekenon Tokponto, die die Baumaßnahmen in Benin zusammen organisieren.
Ganz im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner wird mit der Bevölkerung vor Ort zusammengearbeitet und mit Hilfe des lokalen Handwerks und der örtlichen Ressourcen die Maßnahme umgesetzt.

IBAN: DE61 6025 0010 0005 0046 47

BIC: SOLADES1WBN

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