Kulturarbeit ist Demokratiearbeit

In den nächsten Monaten werden die Zuschüsse für die Kulturvereine verhandelt. Da wird es sich mal wieder zeigen, wie viel der Applaus und die Sonntagsreden wert sind.
Wir haben nicht erst, aber vor allem in den langen Monaten der Corona-Pandemie gemerkt, wie still und einsam es wird, wenn wir uns nicht mehr im Kulturforum bei einer Ausstellung treffen, im Phönix-Theater uns vom Spiel bezaubern lassen, beim Jazzclub und in der Manufaktur Konzerte erleben oder nach Oberberken gehen und Kultur genießen können.
Erinnern wir uns, wie wunderbar es dann wieder war, wenn, wie im letzten Sommer die Bühne im Hof bei der Manufaktur oder die Kufo-Bühne im Stadtgarten bespielt wurde, man sich endlich wieder treffen konnte, Musik hören, plaudern, auftanken.
Und wie schön waren alleine jetzt die letzten Tage in der Stadt: Tolle Ausstellungen mit Bildern von Lothar Schiffler in der Q-Galerie und an der Bilderwand in der Manufaktur, ein mitreißendes Open-Air auf dem Schorndorfer Marktplatz mit verschiedenen Bands und zum Abschluss, der Höhepunkt die Schorndorfer Stadtkapelle mit allen ihren Gruppen. Ein Konzert, mit der die Musikerinnen und Musiker nicht nur die Menschen unterhielten, sondern auch Geld für geflüchtete Menschen sammelten und so ein lautes und menschliches Zeichen gegen die Barbarei des Krieges setzten.
Kulturorte sind Orte des Vergnügens genauso wie sie unersetzliche Lernorte sind, an denen wir uns spielerisch mit Ungewohntem auseinandersetzen können.

Verantwortung für Jung und Alt

Ein Kind wurde am Zebrastreifen angefahren und einen Tag später ein Radfahrer. Und dies geschah im März in der gefährlichen Uhlandstraße. Am Zebrastreifen im Bereich Aichenbachstraße und an dem Radstreifen zwischen der Raible Anlage und dem Schillerplatz. Dieses kleine Stück Uhlandstraße ist von Tempo 30 ausgenommen. Drumherum weit und breit alle Straßen Tempo 30 km/h. Das ist gut so. Aber es besteht kein vernünftiger Grund dieses Stück Uhlandstraße ebenso nicht mit Tempo 30 zu beschildern.

Willkommenskultur

Oberbürgermeister Bernd Hornikel ist erst wenige Tage im Amt, schon geht es um lösungsorientiertes Krisenmanagement hoch 2.
Die Pandemie ist noch nicht vorbei, schon bereitet sich die Stadtverwaltung auf die nächste Herausforderung vor. Bürgermeister Englert und die Verwaltung haben in den letzten Wochen und Monaten die Stadt sehr gut geführt und Hobby-Schlagzeuger Hornikel kann von nun an den Takt vorgeben. Zumindest dann, wenn er den Gemeinderat auf seiner Seite hat.

Eines seiner Themen im Wahlkampf war die Stärkung des Ehrenamts und der Teilorte. In Vorbereitung auf die schnelle und gute Versorgung von ukrainischen Geflüchteten zeigt sich bereits jetzt das starke Ehrenamt: DRK, Feuerwehr, Tafelladen, Schorndorf hilft, viele Vereine, Kirchengemeinden und Einzelpersonen sind in Schorndorf bereits für ukrainische Geflüchtete engagiert. In Schornbach wird, mit großer Unterstützung des Ortschaftsrates, die erste Notunterkunft in einer Sporthalle vorbereitet.

In die Zukunft investieren

Wald ist heute kein unberührter Urwald mehr. Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche haben im Laufe der Jahrhunderte auch die Schorndorfer Wälder verändert und sind typische von Menschen geprägte Wirtschaftswälder. Dem Schorndorfer Stadtwald geht es wie vielen Wirtschaftswäldern in Deutschland: Zu wenig Niederschlag, zu wenig Vielfalt, zu viele Schädlinge. Unser Förster Julian Schmitt tut was er kann, aber das schmale Budget reicht nur für das absolute Minimum an Pflege- und Pflanzmaßnahmen.

Schorndorf ist eine reiche Stadt - Haushaltsrede 2022

Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister Englert, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Schorndorf, Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, Pressevertreterinnen, liebe Schorndorferinnen und Schorndorfer und Gäste,

Schorndorf ist eine reiche Stadt.
Hier leben Menschen aus über 100 Nationen, wir haben einst das Auto erfunden und waren berühmt für unser Porzellan. In Schorndorf und unseren Teilorten sitzen industrielle Weltmarktführer, in Schorndorf werden E-Bikes der Extraklasse gebaut oder Mode vom Feinsten entworfen. Wir haben mit die besten Ringer und Einradfahrerinnen der Nation, dazu ein Kulturangebot, das bundesweit strahlt.

Schorndorf ist reich an Menschen, die sich engagieren und die
zusammenstehen
: In den Vereinen, Kirchen, bei der Feuerwehr, beim DRK - die Herrschaften dort haben nicht nur mir im vergangenen Jahr mehrmals in der Nase gebohrt, damit wir Corona in den Griff bekommen.

Wir leben in nicht ganz einfachen Zeiten. Wir stehen in Schorndorf aber beileibe nicht am Abgrund, sondern wir haben hier die allerbesten Voraussetzungen, die nächsten Jahre gemeinsam gut zu gestalten.

IBAN: DE61 6025 0010 0005 0046 47

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